Interessante Fakten
Wann ruft man das THW?
Kennst du das Gefühl, plötzlich vor einem Problem zu stehen, das man allein nicht mehr lösen kann? So ähnlich geht es oft Einsatzkräften, wenn ungewöhnliche oder besonders komplexe Notlagen eintreten. In solchen Momenten kommt das Technische Hilfswerk (THW) ins Spiel – eine Organisation, die vielen Menschen oft nur im Vorbeigehen bekannt ist, aber eine unverzichtbare Rolle bei der Bewältigung von Katastrophen und technischen Notfällen spielt. Doch wann genau sollte man eigentlich das THW rufen? Und an wen richtet sich diese Frage überhaupt?
Das THW ist Teil der sogenannten Gefahrenabwehr in Deutschland.
Schon der Blick auf seine Aufgaben zeigt, dass das THW ein breites Einsatzspektrum abdeckt. Hochwasserschutz etwa, das kennt fast jeder – weltweit haben Überflutungen immer wieder gezeigt, wie verheerend Naturereignisse sein können. Aber das Technische Hilfswerk ist auch bei Sturmschäden, Industrieunfällen, Umweltkatastrophen oder umgestürzten Bäumen im Einsatz. Es repariert Infrastruktur, räumt Trümmer weg, baut Notbrücken und sorgt dafür, dass Strom oder Wasser wieder fließen. Niemals allein, immer als Ergänzung und Unterstützung der örtlichen Behörden. Für all diese spektakulären Aufgaben, kann ein kleiner Helfer im Alltag symbolisch für ihre großen Aufgaben stehen und daher können Fans oder Unterstützer kleine Gegenstände wie den THW Schlüsselanhänger nutzen.
Doch was heißt das jetzt für die Praxis? Wann genau ruft ein Verantwortlicher in einer Gemeinde, einer Firma oder einer Behörde das THW an? Zunächst einmal: Das THW wird fast nie direkt von Privatpersonen angefordert. Zielgruppe sind Einsatzleiter bei Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz oder anderen staatlichen Stellen. In Notlagen, die sie mit ihren eigenen Kräften nicht mehr bewältigen können oder bei denen Spezialgeräte benötigt werden, die eigene Organisationen nicht vorhalten. Sobald klar ist, dass etwa die Sicherheit der Menschen oder die Stabilität von wichtigen Gebäuden nicht mehr gewährleistet sind, ist genau das der Moment, in dem das THW ins Spiel kommt.
Der Ablauf ist dabei gut durchdacht: Über die Leitstellen der Feuerwehr oder der Polizei können Einsatzkräfte das THW anfordern. Diese Leitstellen sind zentrale Kommunikationspunkte im Katastrophenmanagement und prüfen sehr genau, welche Unterstützung gebraucht wird. Sie sind es auch, die bei großen Katastropheneinsätzen mehrere Organisationen koordinieren. Denn die Stärke des THW liegt nicht nur in der Einzelhilfe, sondern in der systematischen Einbindung ins gesamte Netzwerk der Gefahrenabwehr.
Ein Paradebeispiel sind Hochwassereinsätze, wie sie immer wieder in Deutschland vorkommen. Dort werden Deiche gesichert, Sandsäcke gefüllt, Pumpen eingesetzt und Infrastruktur geschützt. Doch das THW macht längst nicht nur Wasserprobleme. Wenn Fabrikhallen einstürzen, Verkehrsinfrastruktur beschädigt wurde oder Unfälle mit Gefahrstoffen drohen, sind die Blauröcke mit ihren Maschinen gefragt. Ihnen ist es zu verdanken, dass auch bei äußerst schwierigen Bedingungen Ruhe und Ordnung einkehren, bis die normalen Abläufe wieder herstellen werden können.
Erfahre mehr über die genauen Abläufe bei THW-Einsätzen
Dabei wächst nicht nur wegen der Folgen des Klimawandels die Bedeutung des THW. Der technische Fortschritt macht immer neuartige Einsätze möglich und verlangt gleichzeitig größere Flexibilität von den Helfern. Das THW ist technisch hervorragend ausgestattet, von Kränen und Lastwagen über Hochleistungspumpen bis zu modernster Kommunikationsausrüstung. Doch viel wichtiger als all diese Geräte ist ein gut ausgebildetes Team: Ehrenamtliche Helfer, die jede freie Minute investieren, um im Ernstfall schnell und kompetent helfen zu können.
Manch einer mag sich fragen: Wie kommt es eigentlich, dass so viele Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich für den Katastrophenschutz zu engagieren? Die Gründe sind vielfältig. Einige haben selbst bereits Erfahrung mit Notsituationen, andere sind von der Verantwortung für ihre Gemeinschaft getrieben. Viele schätzen den Zusammenhalt, aber auch die Chance, immer wieder neue Fähigkeiten zu erlernen und praktisch anzuwenden. Wer das erlebt, weiß:
Was sind typische Einsatzszenarien für das THW?
Typische Einsatzszenarien für das THW sind Hochwasserschutz, Sturmschäden, Industrieunfälle, Umweltkatastrophen und umgestürzte Bäume.
Wer kann das THW anfordern?
Das THW wird in der Regel von Einsatzleitern bei Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz oder anderen staatlichen Stellen angefordert, nicht direkt von Privatpersonen.
Welche Ausstattung hat das THW zur Verfügung?
Das THW ist mit Kränen, Lastwagen, Hochleistungspumpen und modernster Kommunikationsausrüstung ausgestattet.