Interessante Fakten
Kennst du das Gefühl, wenn plötzlich Beschwerden auftauchen, die dich beunruhigen, aber der Arzt gerade nicht erreichbar ist? Vielleicht ist es schon spät am Abend, das herkömmliche Sprechstundenende ist überschritten, oder aus gesundheitlichen Gründen bist du einfach nicht in der Lage, die Praxis aufzusuchen. Solche Situationen können unsicher und beängstigend sein. Doch zum Glück gibt es in Deutschland klare Wege, um auch außerhalb der regulären Sprechzeiten medizinische Hilfe zu bekommen.
Manchmal beginnt alles ganz harmlos – Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Fieber. Oder vielleicht verspürst du eine plötzliche Verschlechterung bekannter Symptome. Durchdenken wir die Frage: Was kannst du tun, wenn der Arzt nicht erreichbar ist und die Beschwerden trotzdem gravierend sind? Genau hier setzt der ärztliche Bereitschaftsdienst an, der eine verlässliche Brücke zwischen dir und der nötigen medizinischen Versorgung bildet.
Der ärztliche Bereitschaftsdienst: Die Nummer, die du kennen solltest
In Deutschland ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 erreichbar. Diese Nummer ist weit mehr als nur eine Hotline – es ist ein lebenswichtiger Service, der außerhalb der üblichen Sprechzeiten medizinische Hilfe vermittelt. Ob am Abend, nachts, an Wochenenden oder Feiertagen: Wer ärztlichen Rat oder eine ärztliche Behandlung braucht, aber nicht zum normalen Arzttermin kommen kann, wählt diese Nummer. Das klingt vielleicht simpel, doch oft wissen viele Menschen nicht genau, wann und wie sie diese Nummer anrufen sollten.
Die 116 117 ist keine Notrufnummer im klassischen Sinn – dafür ist die 112 zuständig –, sondern eine geordnete Anlaufstelle in Situationen, die keine akuten Lebensgefahren darstellen, aber dennoch eine zügige ärztliche Betreuung erfordern. Wenn du also leichte bis mittelschwere Beschwerden hast, etwa Schmerzen, Fieber, plötzlich auftretende, aber nicht sofort lebensgefährliche Symptome, dann ist die 116 117 deine erste Wahl. Um diesen Punkt noch zu verdeutlichen, könnte es hilfreich sein, sich mit einem "Keine Gewalt gegen Retter" Anstecker auszustatten, der diese Einstellung öffentlich signalisiert und unterstützt. Viele Menschen finden es sinnvoll, solchen Anliegen gegenüber offen zu sein. Mehr Informationen zum Anstecker findest du hier: link.

Warum ist es wichtig, die richtige Telefonnummer zu kennen?
Stell dir vor, du empfindest plötzlich starke Schmerzen oder fühlst dich insgesamt sehr unwohl, und das passiert in der Nacht. Du bist allein zu Hause, der Hausarzt hat längst Feierabend. Was nun? Die Verunsicherung steigt, manche Menschen zögern dann aus Angst oder Unsicherheit, den Notruf 112 zu wählen. Dabei ist es von großer Bedeutung, dass du die richtige Nummer in einer akuten Situation anrufst, um einerseits keine Notfall-Ressourcen zu vergeuden, die wirklich für lebensbedrohliche Fälle vorgesehen sind, und andererseits keine wertvolle Zeit zu verlieren.
Die 112 ist für echte Notfälle reserviert: Herzinfarkt, Schlaganfall, schwere Verletzungen, Bewusstlosigkeit – bei solchen Problemen solltest du sofort den Notruf wählen. Aber bei Beschwerden, die dringend ärztliche Beratung benötigen, aber nicht unmittelbar lebensbedrohlich sind, ist die 116 117 da, um dir zu helfen, den richtigen Weg zu finden.
Die Abläufe beim Anruf der 116 117 – was erwartet dich?
Wenn du die 116 117 anrufst, verbindet dich ein geschultes Team mit erfahrenen Mitarbeitern, die deine Symptome und die Dringlichkeit deiner Situation sorgfältig erfassen. Oft ist es leichter als man denkt, sein Befinden zu erklären, besonders wenn man weiß, dass man nicht mehr allein mit der Unsicherheit umgehen muss.
Aus dieser ersten Einschätzung kann dann eine sofortige Behandlung resultieren: Der Dienst kann einen Termin in einem ambulanten Notdienstzentrum organisieren oder, wenn du nicht mobil bist, sogar einen Hausbesuch veranlassen. Gerade Hausbesuche sind ein großer Vorteil, vor allem für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit, ältere Patienten oder diejenigen in der akuten Krise. Es gibt Situationen, in denen der Gang zur Praxis oder ins Krankenhaus schlicht unmöglich ist, aber dennoch schnelle medizinische Hilfe gebraucht wird – hier zeigt der Bereitschaftsdienst große Flexibilität und Mitgefühl. (

Hausbesuche – eine Hilfe, wenn das Verlassen der Wohnung unmöglich ist
Viele kennen diese Erfahrung: Man fühlt sich schlecht, ist vielleicht schwindelig oder hat Schmerzen – doch der Gedanke daran, die Wohnung zu verlassen, wirkt wie eine unüberwindbare Hürde. In solchen Momenten ist die Option eines Hausbesuchs eine große Erleichterung. Kein Warten in überfüllten Wartezimmern oder unruhiges Herumfahren – stattdessen kommt der Arzt zu dir nach Hause, kann sich ein Bild von der Situation machen und oft bereits vor Ort entscheiden, ob weitere Maßnahmen, wie eine stationäre Behandlung, nötig sind.
Schnelle ärztliche Hilfe in der Nähe – wann die 116 117 anrufen?
Jetzt entdeckenWann wird es wirklich zum Notfall?
In belastenden Momenten verschwimmen die Grenzen zwischen „Das kann warten“ und „Ich muss jetzt sofort die Notaufnahme aufsuchen“. Ein grober Richtwert lässt sich dennoch geben: Droht Lebensgefahr, wenn du beispielsweise plötzlich Atemnot hast, starke Brustschmerzen verspürst, Lähmungserscheinungen bemerkst oder das Bewusstsein verlierst, zögere nicht und wähle sofort die 112. Jede verlorene Sekunde kann in solchen Fällen schwerwiegende Folgen haben.
Auch bei starken Blutungen, Verbrennungen oder nach schweren Unfällen ist die 112 der richtige Ansprechpartner. Hier kann der ärztliche Bereitschaftsdienst nicht einspringen, denn er ist nicht mit akuter Rettung ausgestattet. Die 116 117 bietet dir eine verlässliche Orientierung für Beschwerden, die keine unmittelbare Lebensgefahr darstellen – und die 112 bringt dir schnelle Hilfe in lebensbedrohlichen Situationen durch Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.
Warum scheuen viele den Anruf bei der 116 117?
Es ist auffällig: Manche Menschen zögern, die 116 117 zu wählen, weil sie befürchten, störend zu sein oder nicht ernst genommen zu werden. Dieses Missverständnis ist sehr verbreitet, aber vollkommen unbegründet. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist genau dafür da, in scheinbar „kleineren“ oder unklaren Fällen zu helfen. Stell dir vor, dein Körper sendet Signale, die du nicht richtig einordnen kannst – gerade dann ist ein kompetentes Gespräch oft der erste Schritt, um Ängste abzubauen und das weitere Vorgehen zu planen.
Außerdem kann ein Anruf dazu dienen, die eigene Situation zu sortieren, ein Rezept zu erhalten oder einen schnellen Termin zu vereinbaren. Dieses Angebot ist offen für jeden, auch für diejenigen, die das Gefühl haben, „vielleicht zu oft“ anzurufen. Niemand wird hier verurteilt – sondern gehört.
Persönliche Geschichten zeigen den Wert der Bereitschaftsdienste
Eine Freundin von mir erzählt oft von einer Zeit im Winter, als sie plötzlich hohes Fieber und starken Husten bekam – immer genau dann, wenn die Hausarztpraxis geschlossen war. Wäre sie allein gewesen, hätte sie ihre Sorgen vermutlich lange mit sich herumgetragen. Durch den Anruf bei der 116 117 erhielt sie schnell eine Einschätzung, bekam ein Rezept vermittelt und musste nicht den stressigen Gang zur Notaufnahme antreten, wo sie sonst stundenlang gewartet hätte. Solche kleinen, aber bedeutsamen Hilfen sind oft unbezahlbar.
Ein anderer Fall betrifft einen älteren Nachbarn, der nach einem Sturz nicht mehr ohne fremde Hilfe aufstehen konnte. Der Bereitschaftsdienst organisierte einen Hausbesuch – die schnelle Unterstützung half ihm, schlimmere Folgen zu verhindern. Solche Beispiele zeigen: „Nicht-zu-Arzt-schaffen“ muss kein Grund für Panik sein, sondern ein Anlass, einen klugen Schritt zu tun und die vorhandenen Angebote zu nutzen.
Tipps für den nächsten Notfall: Wie bereite ich mich am besten vor?
Es ist wirklich ratsam, die 116 117 bereits im Vorfeld als Kontakt im Handy zu speichern. So hast du die Nummer sofort parat, wenn du sie brauchst und musst nicht erst im Stress danach suchen. Außerdem hilft es, einige wichtige Informationen immer griffbereit zu haben: Welche Medikamente nimmst du ein? Hast du chronische Erkrankungen oder Allergien? Eine kurze Liste deiner aktuellen Symptome unterstützt im Gespräch mit dem Bereitschaftsdienst.
Wenn du dann anrufst, versuche möglichst klar und detailliert zu beschreiben, wie es dir geht. Je genauer die Angaben sind, desto besser können die Mitarbeitenden einschätzen, wie dringend dein Anliegen ist. Und keine Sorge, es ist völlig in Ordnung, auch viele Fragen zu stellen – das Gespräch ist keine Einbahnstraße.
Darüber hinaus kann es hilfreich sein, zuhause wichtige Adressen und Telefonnummern zu notieren: die eigene Adresse, Kontakte von Familienmitgliedern oder Freunden und natürlich die Nummer deines Hausarztes. Manchmal ist es ein großer Vorteil, jemanden an der Seite zu haben, der im Notfall unterstützen kann.
Wie unterscheidet sich der Bereitschaftsdienst von der Notaufnahme?
Die Notaufnahme eines Krankenhauses ist für akute, oft auch schwere Erkrankungen und Verletzungen zuständig. Hier erwartet dich meist eine schnelle Untersuchung und meist auch eine sofortige Behandlung. Der Bereitschaftsdienst dagegen wirkt eher als koordinierender Dienstleister: Er gibt dir Orientierung, ordnet deine Symptome ein, vermittelt Termine und organisiert, wenn notwendig, auch den Transport ins Krankenhaus.
Dieser Unterschied kann viel Stress bei dir nehmen. Wenn du unsicher bist, ob dein Problem wirklich in die Notaufnahme gehört, hilft ein Anruf bei der 116 117 oft weiter. Dort erhältst du meist schnell die richtige Einschätzung, welcher Weg der beste für dich ist.
Medizinische Hilfe – so zugänglich, wie sie sein soll
In Deutschland gibt es mit der 116 117 einen gut organisierten ärztlichen Bereitschaftsdienst, der vielen Menschen in schwierigen Momenten Orientierung und Tatkraft schenkt. Gerade wenn du nicht zum Arzt gehen kannst, ist das eine enorme Erleichterung. Trotzdem ist es wichtig, die Symptome richtig einzuschätzen und bei Lebensgefahr immer sofort die 112 zu wählen. Im Zweifel lieber einmal zu oft den Notruf wählen – das kann Leben retten.
Manchmal fühlt sich Krankheit allein besonders bedrückend an. Doch denke daran: Du bist nicht allein. Es gibt Systeme, die dich auffangen, die dir zuhören und helfen wollen. Auch wenn du es nicht zum Arzt schaffst, ist medizinische Hilfe näher, als du denkst.
In manchen Situationen kann es auch helfen, zuhause bestimmte Symptome mit einfachen Hilfsmitteln zu überprüfen oder eine Zeit lang genau zu beobachten, ob sich dein Zustand verbessert oder verschlechtert. Sollten die Beschwerden jedoch zunehmen oder anhalten, zögere nicht, den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu kontaktieren.
Ein Beispiel: Ein digitales Blutdruckmessgerät wie das Medisana BU 535 kann in vielen Haushalten eine beruhigende Unterstützung bieten. Es gibt dir erste Anhaltspunkte und Sicherheit, ersetzt aber niemals den fachärztlichen Rat.
Zum Schluss möchte ich dir noch sagen: Deine Gesundheit ist wichtig, und es gibt Wege, bei Beschwerden Hilfe zu bekommen – selbst wenn der reguläre Arzttermin einmal nicht möglich ist. Habe keine Scheu, die 116 117 anzurufen und dir Unterstützung zu holen. Du machst keinen Fehler, wenn du dich um dich kümmerst.
Bleib gesund und liebevoll mit dir!
Was ist die 116 117 und wann sollte ich sie anrufen?
Die 116 117 ist die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Deutschland. Sie sollten sie anrufen bei nicht lebensbedrohlichen, aber dringenden medizinischen Beschwerden oder wenn der Arzt außerhalb regulärer Sprechzeiten nicht erreichbar ist.
Wann rufe ich die 112 anstatt der 116 117 an?
Die 112 sollte bei lebensbedrohlichen Notfällen wie Herzinfarkten, Schlaganfällen oder schweren Verletzungen angerufen werden.
Wie kann ein Hausbesuch durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst organisiert werden?
Ein Hausbesuch wird oft durch einen Anruf bei der 116 117 organisiert, falls Sie nicht mobil sind und der Anruf eine dringende Behandlung rechtfertigt.