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Einführung in die Bedeutung der Substrathöhe
Wenn man an die Begrünung von Dächern denkt, stellt sich eine der zentralen Fragen schnell: Wie hoch muss das Erdsubstrat eigentlich sein, damit Pflanzen auf dem Dach wachsen können? Diese scheinbar einfache Frage hat eine überraschende Tiefe – denn die Höhe der Substratschicht, also der „Erde“ auf dem Dach, beeinflusst nicht nur das Pflanzenwachstum, sondern auch die Wasserspeicherung, die Statik des Hauses und die langfristige Stabilität der Begrünung. In diesem Artikel möchte ich dir einen ausführlichen, praxisnahen Überblick geben, der nicht nur die technischen Aspekte beleuchtet, sondern auch hilft, die Hintergründe besser zu verstehen.
Was versteht man unter Dachbegrünung – und warum ist die Substrathöhe so wichtig?
Bevor wir tiefer einsteigen, ist es hilfreich, kurz zu klären, was unter Dachbegrünung zu verstehen ist. Im Grunde geht es darum, ein Dach mit Pflanzen zu begrünen. Das kann eine einfache extensive Begrünung mit pflegeleichten Pflanzen und flacher Erdschicht sein oder auch eine intensive Begrünung mit Sträuchern und sogar kleinen Bäumen. In beiden Fällen ist die Substrathöhe – also die Dicke der Erdschicht, in der die Pflanzen wurzeln – eine entscheidende Kenngröße.
Warum? Weil die Substratschicht mehrere Funktionen erfüllt: Sie versorgt die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen, puffert Temperaturschwankungen und sorgt durch ihr Gewicht auch für die notwendige Statik der Anlage. Zudem schützt sie die Dachabdichtung. Wird diese Schicht zu dünn gewählt, kann das zu einem schlechten Pflanzenwachstum oder gar zum Austrocknen führen. Ist die Substratpackung hingegen zu schwer, wird die Tragfähigkeit des Daches schnell überschritten.

Extensiv oder intensiv? Die Substrathöhe hängt vom Begrünungstyp ab
Die Wahl der richtigen Substrathöhe steht in direktem Zusammenhang mit dem Typ der Dachbegrünung. Es gibt grundsätzlich zwei Hauptformen:
Extensive Dachbegrünung
Diese Variante ist flach, leicht und relativ pflegearm. Hier wachsen hauptsächlich Moose, Sedum-Arten und Gras, also Pflanzen, die wenig Erde und Wasser brauchen. Die Substrathöhe liegt hier üblicherweise zwischen 6 und 12 Zentimeter. Diese flache Erdschicht macht die extensive Begrünung zu einer kostengünstigen und statisch wenig belastenden Möglichkeit, Dächer zu begrünen.
Intensive Dachbegrünung
Bei dieser Form handelt es sich um „Dachgärten“, die durchaus Rasenflächen, Stauden, Sträucher oder sogar kleine Bäume tragen können. Hier sind die Ansprüche an das Substrat höher, es braucht mehr Nährstoffe und Wasser. Deshalb verlangt diese Art der Begrünung eine Substrathöhe von mindestens 15 Zentimetern, oft auch deutlich mehr, gerne 20 bis 40 Zentimeter oder mehr. Solche Dächer ähneln also eher einem klassischen Garten und benötigen auch entsprechende Pflege.
Warum ist die Substrathöhe bei extensiver Dachbegrünung niedriger?
Klingt vielleicht überraschend, aber die geringe Höhe bei extensiver Begrünung hat ihren Grund im geringeren Gewicht und der besonderen Pflanzenwahl. Sedum, die typischen „Dachpflanzen“, kommen mit wenig Erdsubstrat und spärlicher Wasserversorgung aus. Sie sind Überlebenskünstler, die auf kargen Böden gedeihen. Das ermöglicht es, die Substratschicht flach zu halten und so die Dachstatik zu schonen.
Doch Vorsicht: Auch hier gilt ein Mindestmaß von etwa 6 Zentimetern. Wird das Substrat dünner als diese Grenze, fehlt den Pflanzen nicht nur der Halt, sondern auch die nötige Wasserspeicherung. Besonders in heißen Sommern trocknet eine dünne Schicht schnell aus. Das kann dafür sorgen, dass die Pflanzen bereits nach wenigen Tagen ohne Regen in Stress geraten oder eingehen. Zudem sinkt der Schutz für die Dachabdichtung erheblich. Extreme Temperaturschwankungen können Schäden an der Dachfolie verursachen, wenn diese nicht ausreichend durch Substratschichten geschützt ist.
Auf extensiven Dächern ist deshalb auch die Wahl des Substrats entscheidend. Es muss leicht, aber gleichzeitig feuchtigkeits- und nährstoffspeichernd sein. Häufig kommen spezielle, mineralische Substrate mit organischer Beimischung zum Einsatz, die genau auf minimale Höhe und Gewicht optimiert sind.
Auch wenn es verlockend erscheint, überall weniger Substrat einzubauen, zeigt die Erfahrung: Lieber ein paar Zentimeter mehr Erde als zu wenig. Das zahlt sich langfristig durch gesunde Pflanzen und minimale Wartung aus.
Intensive Dachbegrünung braucht mehr Erde – mehr als nur ein „grünes Dach“
Bei der intensiven Dachbegrünung sind die Anforderungen an die Substrathöhe deutlich höher, denn hier gilt: Je größer und vielfältiger die Pflanzen, desto mehr Raum brauchen ihre Wurzeln. Während Moose und Sedum noch recht flach wurzeln, benötigen Stauden, Sträucher und kleine Bäume oft Wurzeltiefen von 30 Zentimeter oder mehr.
Deshalb liegen die empfohlenen Substrathöhen für intensive Begrünungen meist zwischen 20 und 40 Zentimetern. In einigen Fällen, etwa bei großen Bäumen auf Dachterrassen, können es sogar 50 Zentimeter oder mehr sein. Diese Tiefe sichert nicht nur ausreichend Wasser und Nährstoffe, sondern bietet auch Schutz vor Austrocknung und Temperaturschwankungen.
Eine dickere Substratschicht hat zudem positive Effekte auf das Mikroklima: Sie sorgt für eine stärkere Verdunstungskälte und trägt so zur Kühlung des Gebäudes bei. Gerade in urbanen Bereichen mit viel Hitze ist das ein wertvoller Nebeneffekt.
Ganz klar: Eine intensive Begrünung kann man nicht „einfach mal so“ auf ein Standarddach setzen. Die Statik muss sorgfältig geprüft und gegebenenfalls verstärkt werden, um das zusätzliche Gewicht zu tragen. Auch das Bewässerungssystem wird meist erweitert oder gar automatisiert, denn der Wasserbedarf steigt durch größere Pflanzflächen und höhere Verdunstung deutlich.
Beispielhaft sei hier das berühmte Dachgartenprojekt in einer Großstadt genannt: Dort wurde eine 30 Zentimeter dicke Substratschicht angelegt, um sogar kleine Obstbäume auf dem Dach zu kultivieren. Die Dachkonstruktion wurde entsprechend ausgelegt, um die Last zu halten – ein symbolträchtiges Zeichen dafür, wie urbane Begrünung selbst in dicht bebauten Städten gelingen kann.
Die Rolle des Filtervlieses und der Dachabläufe – kleine Helfer im unsichtbaren Hintergrund
Neben der Erdschicht gibt es noch zwei wichtige Elemente, die oft übersehen werden: Das Filtervlies und die Dachabläufe. Sie sind sozusagen die stillen Helden hinter einer funktionierenden Begrünung.
Das Filtervlies wird unter oder innerhalb der Substratschicht verlegt. Seine Aufgabe ist es, zu verhindern, dass kleine Erdpartikel in die darunter liegenden Schichten oder die Entwässerung gelangen und diese verstopfen. Sichtbar sollte das Vlies niemals bleiben. Wird die Substratschicht zu dünn angelegt oder verschiebt sich die Erde durch Wind oder Wasser, kann das Vlies freigelegt werden. Das erhöht die Gefahr von Bodenerosion, Verstopfungen und einer geschwächten Schutzfunktion des Daches.
Genauso wichtig sind intakte Dachabläufe, die dafür sorgen, dass Regenwasser schnell und zuverlässig abgeführt wird. Wenn die Erde zu hoch eingebracht wird oder sich setzt, können diese Abläufe verstopfen oder blockiert werden. Umgekehrt muss genug Substrat vorhanden sein, um Wasser zwischenspeichern zu können. Diese Wasserspeicherung ist wesentlich, damit die Pflanzen auch in Trockenperioden mit genug Feuchtigkeit versorgt werden.
Die Balance zwischen ausreichender Substrathöhe und ungehindertem Wasserabfluss ist also eine der zentralen Herausforderungen bei der Planung von Dachbegrünungen. Ein sorgfältiger Einbau und die regelmäßige Kontrolle von Vlies und Abläufen sind wichtige Wartungsaufgaben, die den langfristigen Erfolg der Begrünung sichern.
Wie viel Erde braucht man pro Quadratmeter?
Ein praktischer Richtwert aus aktuellen Quellen lautet, dass für eine effektive Dachbegrünung etwa drei Säcke Substrat pro Quadratmeter benötigt werden. Ein Sack enthält in der Regel 20 bis 25 Liter Erde, das ergibt eine hübsche Menge, die auf das Dach gebracht werden muss.
Wer sich das näher anschaut, merkt schnell: Die Menge hängt natürlich von der gewünschten Substrathöhe und der Dichte des Materials ab. Für eine Substratschicht von 10 Zentimetern auf einem Quadratmeter benötigt man etwa 100 Liter oder 0,1 Kubikmeter Erde. Bei normaler Schüttdichte der Substrate lässt sich das gut in 4 bis 5 Säcken organisieren.
Beispiel: Wenn du ein 10 Quadratmeter großes Dach begrünen willst und eine Substrathöhe von 10 Zentimetern anstrebst, brauchst du etwa 30 bis 40 Säcke Erde. Dieses Volumen sichert eine gleichmäßige Substratschicht, die das Filtervlies gut schützt und den Pflanzen optimale Bedingungen bietet.
Diese Menge ist nicht nur eine Frage der Umwelt- und Kostenbilanz, sondern auch logistischer Herausforderungen – denn Erde auf ein Dach zu bringen, erfordert Planung und oft spezielle Technik, vor allem bei Mehrfamilienhäusern oder Gebäuden ohne einfachen Zugang. Berücksichtige das unbedingt bei deinem Projekt.
Substratqualität – ein wichtiger Faktor für Dauerhaftigkeit und Pflanzenwohl
Dass die Substrathöhe stimmt, ist nur ein Teil der Gleichung. Mindestens genauso wichtig ist die Qualität des Substrats. Das Material muss leicht sein, gut Wasser speichern können, aber auch überschüssiges Wasser ableiten, um Staunässe zu vermeiden.
Ein hochwertiges Substrat enthält oft spezielle Mischungen aus Mineralstoffen, Humus und organischer Substanz sowie Zuschlagstoffe wie Perlite, Bims oder Schaumglassplitter. Dadurch wird sichergestellt, dass Wasser und Luft im Boden optimal zirkulieren können. Das schützt Pflanzen vor Wurzelfäule und fördert gesunde Entwicklung.
Wer einmal in einem schlechten Substrat gepflanzt hat, kennt das Problem: Die Erde wird schnell hart, verdichtet sich und gibt den Wurzeln kaum Raum. Pflanzen können nicht gut wurzeln, nehmen Wasser schlecht auf und verkümmern. Außerdem erhöht ein schlecht durchlässiges Substrat das Risiko von Pilzbefall und Fäulnis.
Gute Hersteller bieten Substrate speziell für Dachbegrünungen an. Diese sind speziell auf die Anforderungen von Leichtbau, Langlebigkeit und Pflanzenschutz abgestimmt. Gleichzeitig bringen sie auch Nährstoffe mit, die das Wachstum fördern, ohne durch zu viel organisches Material schädlich zu werden.
Was passiert bei falscher Substrathöhe?
Aus Erfahrung kann ich sagen: Wenn die Substratschicht zu dünn ist, zeigt sich das meistens am Pflanzenbild. Die Pflanzen welken schneller, wachsen schlecht oder sterben sogar komplett ab. Besonders an heißen Tagen ohne Regen wird das schnell sichtbar, denn die Wasserspeicher des Substrats reichen nicht aus.
Ein weiteres Problem bei zu dünner Erde ist die Bodenerosion. Wind kann lose Erde wegblasen, Regen wäscht sie ab, sodass die Substratschicht ungleichmäßig wird. Im schlimmsten Fall gelangen Substratpartikel ins Entwässerungssystem und verstopfen es. Das kann zu teuren Sanierungsmaßnahmen und Gebäudeschäden führen.
Auf der anderen Seite führt eine zu dicke Substratschicht zu einer unnötigen Belastung der Dachkonstruktion. Wenn die Statik nicht auf die Last ausgelegt ist, besteht ein erhöhtes Risiko für Setzungen im Gebäude oder strukturelle Schäden. Vor Baubeginn sind deshalb präzise statische Berechnungen essentiell, um so eine Überlastung zu vermeiden.
Bei Sanierungen oder Nachrüstungen sollte man besonders vorsichtig sein. Man kann zwar Substrat aufbauen, doch das zusätzliche Gewicht wirkt sich auf das gesamte Gebäude aus und muss sicher geprüft werden. Die Anpassung der Substrathöhe bei bestehenden Dachbegrünungen ist eine heikle Angelegenheit. Eine nachträgliche Erhöhung der Substratschicht kann das Gewicht der gesamten Dachkonstruktion erheblich erhöhen, was strukturelle Risiken bergen könnte. Daher ist es unerlässlich, die Tragfähigkeit des Daches zunächst statisch prüfen zu lassen. Eine professionelle Beratung ist essentiell, um sicherzustellen, dass die zusätzliche Last ohne Gefahr von Rissen oder anderen strukturellen Schäden getragen werden kann. Zudem müssen auch die Pflanzen auf die neue Substrathöhe eingestellt werden, da eine plötzliche Anpassung Stress verursachen oder das Wachstum beeinträchtigen könnte.Kann die Substrathöhe bei bestehenden Dachbegrünungen nachträglich angepasst werden, ohne die Struktur zu gefährden?
Tipp: Wer Zweifel hat, sollte einen Fachplaner oder Dachbegrüner zurate ziehen. Die Technik und Statik lassen sich manchmal durch leichte Substrate oder spezielle Dämm-/Entwässerungssysteme optimieren, um mehr Substrathöhe zu ermöglichen ohne zu stark zu belasten.
Beispiele aus der Praxis: So wählen Architekten die richtige Substrathöhe
Ich erinnere mich an ein Schulprojekt, bei dem eine extensive Dachbegrünung mit rund 8 Zentimetern Substrathöhe gewählt wurde. Die Pflanzenart wurde mit Bedacht ausgesucht: robuste Sedum-Mischungen, die gut mit wenig Erde und Wasser auskommen. Das Ergebnis war eine nachhaltige, widerstandsfähige Begrünung mit minimalen Pflegeaufwand. Selbst im heißen Sommer zeigt das Dach keine Anzeichen von Stress.
Im Gegensatz dazu plante ich für ein modernes Mehrfamilienhaus eine intensive Dachbegrünung. Dort wurden 25 Zentimeter Erde eingebaut, um auch Stauden und kleine Sträucher zu ermöglichen. Da das Gewicht die Statik stark belastete, wurde das Dach entsprechend verstärkt und ein Bewässerungssystem installiert – ohne diesen Aufwand wäre eine solche Bepflanzung nicht möglich gewesen. Das Ergebnis ist eine grüne Oase mitten in der Stadt, die eine hohe Aufenthaltsqualität schafft und das Mikroklima verbessert.
Solche Beispiele zeigen, wie wichtig eine genaue Planung und die Abstimmung auf die örtlichen Gegebenheiten sind. Die richtige Substrathöhe entscheidet hier maßgeblich über den Erfolg und die Lebensdauer der Begrünung.


Nachhaltigkeit und Ökologie bei der Wahl der Substrathöhe
Auch der ökologische Aspekt spielt bei der Wahl der Substrathöhe eine wichtige Rolle. Eine zu flache Substratschicht bietet etwa weniger Lebensraum für Insekten und Kleintiere. Dickere, gut durchdachte Erdschichten fördern dagegen die Biodiversität, da sie eine vielfältigere Pflanzenwelt zulassen. Das lockt wiederum Vögel, Bienen, Schmetterlinge und andere Tierarten an – ein kleines Paradies auf dem Dach entsteht.
Allerdings bedeutet eine dickere Erdschicht auch einen höheren Verbrauch an natürlichen Ressourcen. Mehr Substrat bedeutet mehr Abbau, Transport und Herstellung, was die Umweltbilanz belastet. Hier lohnt es sich deshalb, auf recycelte oder regionale Materialien zu setzen. Es gibt inzwischen Substrate, die teilweise aus Kompost, Bims oder anderen nachhaltigen Rohstoffen bestehen und trotzdem alle erforderlichen Funktionen erfüllen.
Zudem unterstützt die Verwendung heimischer Pflanzenarten die Pflegeleichtigkeit und langfristige Stabilität. Sie sind an lokale Klimabedingungen angepasst und fördern das ökologische Gleichgewicht. Je nach Ziel des Projekts kann eine extensive Begrünung mit wenigen Zentimetern Substrat und heimischen Sedumarten also eine sehr nachhaltige Lösung sein.
Kann man die Substrathöhe nachträglich ändern?
Die Frage nach der Nachrüstung einer Substratschicht stellt sich häufig bei älteren oder sanierungsbedürftigen Dachbegrünungen. Grundsätzlich ist es möglich, die Erdschicht nachträglich aufzubauen. Doch das ist weit mehr als einfach „noch ein bisschen Erde draufschütten“.
Zum einen wächst mit jeder zusätzlichen Schicht das Gewicht erheblich. Die Dachstatik muss diese Mehrlast tragen können, sonst drohen Risse oder Schäden bis hin zu gefährlichen Situationen. Zum anderen kann die bestehende Dachabdichtung unter der neuen Last leiden, besonders wenn keine ausreichend schützenden Zwischenschichten oder Drainagesysteme vorhanden sind.
Auch die Pflanzen reagieren nicht immer positiv auf eine plötzliche Änderung. Sie sind oft auf eine bestimmte Substrathöhe und Wasserverfügbarkeit angepasst. Eine schnelle Umstellung kann Stress verursachen oder sogar die Vegetation beeinträchtigen.
Deshalb: Nachträgliche Änderungen sollten nur mit professioneller Beratung und ggf. nach statischer Prüfung erfolgen. Häufig ist es besser, geplante Substrathöhen von Anfang an richtig umzusetzen.
Wie sieht es mit der Pflege aus?
Die Substrathöhe beeinflusst auch den Pflegeaufwand einer Dachbegrünung maßgeblich. Dünne Erdschichten bieten weniger Speichermöglichkeit für Wasser und Nährstoffe. Pflanzen sind dann anfälliger für Trockenstress und müssen häufiger gegossen werden. Auch Unkräuter können sich schneller ausbreiten, da viele Samen bei flacher Erde leichter keimen.
Dicke Substratschichten sind zwar pflegeintensiver in Hinsicht auf Reinigung von Laub, Pflege der Pflanzen und gelegentlich Düngung. Dafür sind sie robuster gegen extreme Wetterlagen und bieten den Pflanzen einen stabilen Lebensraum.
Unabhängig von der Substrathöhe gilt: Regelmäßige Kontrolle und Wartung schützen die Begrünung und verhindern Schäden. Staunässe, Erosion oder Vermischung des Substrats mit anderen Schichten sollten vermieden werden.
Für Handwerksliebhaber
Jetzt ansehenEin wichtiges Pflegethema ist auch die Entwässerung: Verstopfte Ablaufstellen führen schnell zu Problemen. Deshalb sind Inspektionen nach Starkregen oft sinnvoll.
Insgesamt ist eine Dachbegrünung – gerade die extensive Form – im Vergleich zum klassischen Garten in der Regel weniger aufwendig. Das liegt daran, dass kein Rasenmähen nötig ist, keine großen Maschinen zum Einsatz kommen und die Pflanzenarten sehr robust sind.
Fazit: Die richtige Substrathöhe ist das Fundament für eine gesunde Dachbegrünung
Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Substrathöhe ist das Herzstück der Dachbegrünung. Je nach Typ (extensiv oder intensiv) sollten mindestens 6 bis 15 Zentimeter Erde eingeplant werden. Diese Schicht sorgt für Wasserspeicherung, Stabilität und das gesunde Wachstum der Pflanzen.
Wichtig ist auch der Schutz und die Abdeckung des Filtervlieses, ebenso wie das freibleibende Entwässerungssystem über die Dachabläufe. Hochwertige Substrate sichern zusätzlich die Nachhaltigkeit und Lebensdauer der Begrünung. Weitere Infos zur Substrathöhe findest du hier.
Wenn du also dein Dach begrünen willst, nimm dir Zeit für die Planung. Die Substrathöhe ist eine der wichtigsten Entscheidungen und bringt lange Freude, wenn sie richtig gewählt wird. Hornbach bietet einen umfassenden Leitfaden für DIY-Dachbegrünung.
Wie viel Substrat benötigt ein quadratmeter Dachbegrünung?
Für eine effektive Dachbegrünung werden etwa drei Säcke Substrat pro Quadratmeter benötigt. Ein Sack enthält in der Regel 20 bis 25 Liter Erde.
Warum ist die Substrathöhe bei extensiver Dachbegrünung niedriger?
Die geringe Substrathöhe bei extensiver Begrünung resultiert aus dem geringeren Gewicht und den speziell angepassten Pflanzen wie Sedum, die mit weniger Erde auskommen.
Wie kann die Substrathöhe nachträglich geändert werden?
Die nachträgliche Erhöhung der Substrathöhe ist möglich, erfordert jedoch eine sorgfältige Prüfung der Dachstatik und oft besondere Maßnahmen zur Tragfähigkeit.